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Aktuelles


Für starke Kommunen – für soziale Gerechtigkeit!

Demonstration am Samstag, den 28. Februar um 14 Uhr – Treffpunkt Toulonplatz

Bild zur Mobilisierung für die Demonstration "Kommunen am Limit!

Flyer zur Mobilisierung für die Demonstration „Kommunen am Limit!

Im Aufruf heisst es: „Unsere Kommunen geraten zunehmend an ihre Grenzen. Sie stemmen rund 25 % aller staatlichen Aufgaben, erhalten aber nur 14 % der gesamtstaatlichen Steuereinnahmen. Diese Schieflage gefährdet die Demokratie und Lebensqualität von uns allen. Die bestehende Steuerungerechtigkeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen muss dringend aufgelöst werden.
Anstatt auf Sparhaushalte zu setzen, brauchen wir entschlossene Investitionen in die soziale Infrastruktur: in Kitas und Schulen, in Jugendarbeit und Sozialarbeit, in Pflege, bezahlbares Wohnen, Kunst und Kultur, einen funktionierenden ÖPNV, Sport und Vereine. Diese Bereiche sind das Rückgrat einer solidarischen Gesellschaft. Ausreichend Geld für ein gutes Leben aller ist vorhanden – es ist aber nicht sozial gerecht verteilt.
Deshalb sei auch du dabei – laut, solidarisch und sichtbar für Demokratie, soziale Gerechtigkeit und eine lebenswerte Zukunft
für ALLE.“

Der Aufruf wird auch von unserem Dachverband dem Paritätischen Baden-Württemberg unterstützt. Weitere Informationen zu dem landesweiten Bündnis „Kommunen am Limit“ gibt es hier: https://www.kommunen-am-limit.de/


Barrierefrei planen, bauen, wohnen – warum Mannheim jetzt strukturell handeln muss

Planzeichnung einer barrierefreien Küche

Planskizze einer barrierefreien Küche

Das Forum Inklusion und Barrierefreiheit mit dem Schwerpunkt „Barrierefrei planen, bauen, wohnen“ hat noch einmal deutlich gemacht, was wir schon länger wußten: Das größte Defizit der Barrierefreiheit in Mannheim liegt nicht im Neubau, sondern im Bestand. Gleichzeitig stehen wir vor einer demografischen Entwicklung, die Barrierefreiheit von einer freiwilligen Zusatzleistung zu einer zentralen Voraussetzung städtischer Zukunftsfähigkeit macht. Die Diskussionen haben gezeigt, dass es weniger an Wissen oder gutem Willen mangelt – sondern an verbindlicher Struktur, klaren Zielbildern und strategischer Priorisierung.

 

Einordnung: Wo stehen wir – und warum reicht das nicht aus?

In Mannheim – wie in vielen Städten – wird Barrierefreiheit im Neubau zunehmend mitgedacht. Das ist wichtig, löst aber das Kernproblem nicht: Die Stadt von 2040 steht heute schon. Der überwiegende Teil des Wohnungsbestands ist nicht barrierefrei nutzbar, während der Anteil älterer und behinderter Menschen deutlich wächst.

Im Forum wurde mehrfach betont, dass Zielkonflikte real sind: Kosten, Denkmalschutz, Brandschutz, Flächenknappheit. Diese Spannungen sind unbestritten. Problematisch wird es jedoch, wenn Barrierefreiheit dadurch systematisch relativiert wird – etwa als „optional“, „später lösbar“ oder nur als Einzelfallreaktion. Evidenz aus Forschung und Praxis zeigt: Reaktive Umbauten sind teurer, langsamer und sozial belastender als vorausschauende Planung. Fehlende Barrierefreiheit führt zu Vereinsamung, frühzeitigen Heimunterbringungen und steigenden Kosten für Pflege- und Sozialsysteme. Das ist für den sowieso schon angespannten Haushalt besonders kritisch. Wer hier noch weiter falsch an Barriefreiheit spart, wird die aktuellen Finanzprobleme in die Zukunft verschleppen und dramatisch erhöhen. Das kann sich Mannheim nicht leisten.

Ein weiterer zentraler Punkt der Diskussion war die Rolle von Normen. Die fachlichen Grundlagen der Barrierefreiheit – etwa in der DIN 18040 – sind seit über einem Jahrzehnt weitgehend stabil. Der von einem Architekten geäußerte Eindruck ständiger Änderungen entsteht vor allem durch Verwaltungsvorschriften und Ausnahmen. Daraus abzuleiten, Barrierefreiheit sei „verhandelbar“, ist fachlich nicht haltbar und gefährdet Rechtsklarheit, Planungssicherheit und die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.

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Alles Gute im neuen Jahr!

Foto mit einer Einladung zum Neuejahrsempfang der Stadt Mannheim im Rosengarten am 6. Januar 2026Die Arbeitsgemeinschaft Barrierefreiheit Rhein-Neckar e. V. wünscht Euch alles Gute im neuen Jahr! Wir bedanken uns ganz herzlich für die tolle Zusammenarbeit und Eure Unterstützung unserer Arbeit. Wir starten in das neue Jahr mit einem Informationsstand auf dem Neujahrsempfang der Stadt Mannheim am Dienstag, den 6. Januar von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr im Mannheimer Rosengarten präsent.  Wir freuen uns auf Euren Besuch!

Unseren Stand mit der Nummer 184 findet Ihr auf der Ebene 0. Wir sind Teil des Gemeinschaftsstandes des Paritätischen.

Zuletzt möchten wir Euch noch bitten, uns weiter bei der Unterschriftensammlung der Petition „Haushaltsmittel für barrierefreie Toiletten in Mannheim!“ zu unterstützen.
Aktuell haben wir circa 1700 Unterschriften und sammeln noch bis Ende März 2026.

 


Öffentliche Toiletten für den alten Messplatz!

Foto mit einer Rollstuhlfahrer*innenschlange vor der Toilette am Platzhaus am alten Messplatz

Warten vor der „barrierefreien“ Toilette am Platzhaus (Alter Messplatz) Foto: M.Schülke

Viele Leute wissen es wahrscheinlich gar nicht. Auf dem alten Messplatz gibt es in dem Gebäude des „Platzhauses“ eine „barrierearme“ mit dem sogenannten Euroschlüssel und 24/7 zugängliche Toilette. Der Schlüssel wird nur gegen Nachweis an bezugsberechtige Personen ausgegeben. Dies können Menschen mit Behinderungen oder chronischen Krankheiten wie Morbus Chron, Stomaträger*innen oder anderen starken Einschränkungen betroffene Menschen sein. Die Toilette wurde 2007 im Zuge des Messplatzumbaus in Betrieb genommen. Im Erbbauvertrag wurde festgelegt, dass der Erbbauberechtige eine Behindertentoilette zu errichten hat und das diese 24 Stunden zugänglich sein muss.

Seit die Toilette in Betrieb genommen wurde kämpft die Arbeitsgemeinschaft Barrierefreiheit für die Umsetzung der Barrierefreiheit und für eine würdevolle Nutzungsmöglichkeit dieser Toilette. Seit 18 Jahre ist die Toilette ein Dauerärgernis. Oft ist sie nicht gereinigt, fehlt Toilettenpapier oder ist gar ganz verriegelt und damit nicht zugänglich. Bisher haben alle Besitzer*innen der Immobilie die vertraglich geregelte Verantwortung nicht umgesetzt, aber immer wieder die Umsetzung beteuert. Aktuell ist die Toilette im Besitz der GBG Sonderimmobilien GmbH einem Tochterunternehmen der Stadt Mannheim. In den letzten Wochen hat sich die Situation am Platzhaus leider wieder extrem verschlechtert. mehr …


Kommunale politische Teilhabe von Menschen mit Behinderungen stärken

Anlässlich der nordrhein-westfälischen Kommunalwahlen am 14. September 2025 hat die Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) die partizipativen Strukturen für Menschen mit Behinderungen auf kommunaler Ebene im Land in den Blick genommen. In einer Veröffentlichung hat sie Empfehlungen ausgesprochen, welche Rahmenbedingungen auf Kommunal- und Landesebene umgesetzt oder verbessert werden müssen, um die wirksame politische Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu gewährleisten.“

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